Über uns

Die Kreiswohnstättengenossenschaft Halle (Westf.), kurz KWG, ist mit mehr als 1.700 eigenen Wohnungen der größte Vermieter im Norden des Kreises Gütersloh. Unser Angebot reicht von der Einzimmer-Wohnung für Singles über 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen für Familien bis zu größeren Objekten, die auch Großfamilien das richtige Zuhause bieten. Darüber hinaus haben wir eine Vielzahl von Senioren- und behindertengerechten Wohnungen in unserem Bestand.

Unsere Mieter sind zugleich Miteigentümer der Genossenschaft, können mitbestimmen und mitgestalten. Sie profitieren von einer Vielzahl von Services und schätzen die Sicherheit eines lebenslangen Wohnens, die ihnen nur eine starke Genossenschaft garantieren kann. Ebenfalls Mitglied bei der KWG sind der Kreis Gütersloh und die fünf Städte und Gemeinden im Norden des Kreises Gütersloh, zwei ortsansässige Sparkassen sowie der größte Arbeitgeber in Halle Westfalen.

Unsere Heimat

Unser Zuhause ist der Norden des wirtschaftsstarken Kreis Gütersloh: Hier bilden die Städte Borgholzhausen, Halle Westfalen, Steinhagen, Versmold und Werther den sogenannten Altkreis Halle, eine Region mit zusammen rund 100.000 Einwohnern. Die Lage zwischen dem Südhang des Teutoburger Waldes und der Münsterländischen Parklandschaft ist beneidenswert, die Lebensqualität hoch.

Noch wichtiger ist, dass die Region zwischen den beiden Großstädten Osnabrück und Bielefeld überdurchschnittlich viele attraktive Arbeitsplätze in einer breit gefächerten Branchenlandschaft überwiegend familiengeführter Unternehmen bietet. Über seine schnellen Anbindungen an die Autobahnen A33, A2 und A1 ist der Altkreis darüber hinaus auch ein attraktiver Standort für alle, die viel unterwegs sein müssen.

Daten & Fakten

Die genannten Zahlen bilden den Stand
von Dezember 2019 ab und werden jährlich aktualisiert.

  • 1773 Wohnungen

    • 721 in Halle
    • 513 in Steinhagen
    • 256 in Versmold
    • 227 in Werther
    • 56 in Borgholzhausen
  • 16 gewerbliche Einheiten

  • 2190 Mitglieder

  • 113.850 qm² Gesamtwohnfläche

  • 562 Stellplätze und Einstellplätze in Carports, Garagen und Tiefgaragen

  • 9,2 Mio. € Jahresumsatz in 2019

Genosse bei der KWG

Die KWG bietet Mitgliedern ein Heim in jeder Lebenslage. Egal ob Single, als Paar, mit Kindern oder als Senior/in – bei der KWG wird jeder fündig. Wenn Sie als Genosse (Mitglied) bereits in einer KWG Wohnung wohnen und sich vergrößern oder verkleinern wollen, haben Sie sogar Vorang vor Neumitgliedern.
Genosse sein lohnt sich also.

Vorteile der KWGSatzung der KWG

Organe

Der Vorstand

Sven Eisele, Vorstand

Dipl. Ing. Heinrich Brameyer, Vorstand (nebenamtlich)

Die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist das Gremium, in dem jedes Mitglied sein Stimmrecht ausüben kann. Sie entscheidet über den Jahresabschluss und über die Gewinnverwendung Auch die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird von der Mitgliederversammlung durchgeführt. Jedes Mitglied hat unabhängig von der Zahl seiner Geschäftsanteile eine Stimme.

Der Aufsichtsrat

Elke-Maria Hardieck, Kauffrau, Halle (Westf.)
Vorsitzende

Renate Bölling, Lehrerin, Halle (Westf.),
stellv. Vorsitzende

Sven-Georg Adenauer, Landrat, Rheda-Wiedenbrück

Roswitha Buczilowski, Rentnerin, Halle (Westf.)

Michael Meyer-Hermann, Bürgermeister, Versmold

Klemens Keller, Bürgermeister a.D., Borgholzhausen

Hartwig Mathmann, Sparkassendirektor, Halle (Westf.)

Rolf Meise, Zimmermeister, Steinhagen

Gerold Momann, Sparkassendirektor, Versmold

Anne Rodenbrock-Wesselmann, Bürgermeisterin, Halle (Westf.)

Marion Weike, Bürgermeisterin, Werther (Westf.)

Historie

Die Anfänge der heutigen Kreiswohnstättengenossenschaft Halle(Westf.) eG gehen in das Jahr 1936 zurück. In einem Rundschreiben vom 30. März 1936 forderte die damalige Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei durch den Kreisleiter Ernst Mierig die Vertreter der Behörden, des Baugewerbes, des Handwerks und der Industrie im Kreis Halle i./Westf. auf, eine Wohnungsbaugenossenschaft zu gründen, um Arbeitsbeschaffungs-maßnahmen zu fördern und Arbeitern die Möglichkeit zu geben, ein Siedlungshaus zu erstellen.

Einladung mit Nachdruck

Mit Nachdruck wurden die Vertreter zu Donnerstag, den 2. April 1936, um 15 Uhr in die Gaststätte „Windmöller“ in Halle eingeladen. „Mit einer einfachen Ablehnung ist es nicht getan. Die Bewegung erwartet, dass jeder sich hinter dieses große Werk stellt“, schrieb Mierig. So nahmen 35 Personen an der Versammlung teil, die zunächst den Ausführungen des Leiters des Gau-Heimstättenamtes über Wesen, Aufgaben und Ziele einer Genossenschaft zuhörten. Anschließend wurde der Beschluss gefasst, eine Baugenossenschaft zu gründen, die die Bezeichnung „Kreis-Bau- und Siedlungs-Genossenschaft für den Kreis Halle in Westfalen e.G.m.b.H.“ erhielt. Dieser traten noch am gleichen Tage zwölf Mitglieder bei.

Die Gaststätte Windmöller

12 Männer der ersten Stunde

Die Männer der ersten Stunde waren der Fabrikant Hugo Oberwel-land aus Werther, Sparkassenleiter Georg Wefelmeyer aus Halle, Kreisleiter Ernst Mierig aus Halle, Kreis-baumeister Erich Schluchtmann aus Halle, Fabrikant Wilhelm Kleine aus Peckeloh, Dachdeckermeister Heinrich Peter aus Halle, Baumeister Franz Nolte aus Barnhausen, Fabrikant Fritz Sessbrügger aus Loxten, Landwirt Ernst Kienker aus Brockhagen, der Haller Amtsbürgermeister Eduard Meyer zu Hoberge, Landrat Emil Leweke aus Halle und Fabrikant Heinrich Knaust aus Borgholzhausen. Es wurde weiter beschlossen, einen sechsköpfigen Aufsichtsrat zu bilden. Auf Vorschlag des Kreisleiters wurden Ernst Mierig, Franz Nolte, Eduard Meyer zu Hoberge, Heinrich Knaust, Ernst Kienker und Fritz Sessbrügger einstimmig gewählt.

Ernst Mierig, Heinrich-Georg Wefelmeyer, Hugo Oberwelland, Eduard Meyer zu Hoberge, Franz Nolte, Ernst Kienker (v.l.)

Oberwelland erster Vorstandsvorsitzender

Nachdem die ersten Schritte zur Gründung der Kreis-Bau- und Siedlungs-Genossenschaft für den Kreis Halle in Westfalen e.G.m.b.H. zügig und erfolgreich getan waren, musste noch der Vorstand bestellt werden. In der Aufsichtsratssitzung vom 4. April 1936 wurden Hugo Oberwelland, Emil Leweke, Georg Wefelmeyer und Erich Schluchtmann in den Vorstand gewählt. Dessen erster Auftrag war es, die Anmeldung der Genossenschaft zum Genossenschaftsregister vorzunehmen. Deren Eintragung im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts wurde am 5. Juni 1936 vollzogen.Die erste außerordentliche Generalversammlung nach der Gründung der Genossenschaft fand dann am 1. September 1936, um 16 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes in Halle statt. 36 Personen waren der Einladung gefolgt. Laut Beschluss der Generalversammlung wurde der Fabrikant Hugo Oberwelland aus Werther einstimmig zum Vorsitzenden des Vorstandes bestellt. Außerdem wurde der § 22 der Satzung dahingehend geändert, dass es jetzt heißen sollte: Der Aufsichtsrat besteht aus neun Personen, die persönlich Mitglieder der Genossenschaft sein müssen. Nachdem die Eintragung der Genossenschaft in das Amtsregister erfolgt war, beantragte die Genos-senschaft am 5. November 1936 die notwendige Anerkennung als gemeinnütziges Unternehmen. Auf Beschluss des Regierungspräsidenten in Minden vom 15. November 1937 wurde die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erteilt. Damit waren sämtliche Auflagen erfüllt, die nach Satzung für Baugenossenschaften vorgeschrieben sind.

Erste Bautätigkeiten in Halle und Werther

Nachdem die KWG nach ihrer Gründung zunächst intensiv damit beschäftigt war, neue Mitglieder für den Beitritt in die Genossenschaft zu gewinnen, nahm sie im Jahr 1937 ihre eigentliche Aufgabe zu siedeln und zu bauen wahr. Das erste Baugrundstück wurde am 9. Februar 1937 mit dem einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates und des Vorstandes erworben. Es handelte sich um das Grundstück Flur 2, Parzelle 1029/155 in Werther mit einer Größe von 15.495 Quadratmetern, das die Erben Eickhoff zum Preis von 20.000 Reichsmark angeboten hatten. Einen Monat später, am 6. März 1937, wurden von den Erben des Kaufmanns Karl Heinrich Brune die an der Mönchstraße in Halle gelegenen Parzellen in Größe von insgesamt 16.629 Quadratmetern zum Preis von 20.000 Reichsmark laut Notariatsvertrag erworben. Da die junge Genossenschaft noch nicht über genügend Eigenkapital verfügte, mussten Ratenzahlungen vereinbart werden.

Südmersen gewinnt ersten Architekten-Wettbewerb

Aufgrund der besseren Straßenverhältnisse wurde beschlossen, zunächst in Halle zu bauen. Dazu sollte der von den Erben Brune angekaufte Grundbesitz in 15 Bauplätze aufgeteilt werden. Um eine möglichst gute Aufteilung der Grundstücke zu erreichen, wurde unter den freien Architekten des Kreises Halle ein Wettbewerb ausgeschrieben, den der Haller August Schlienkamp gewann. Ihm wurde am 12. März 1938 die Bauleitung für sämtliche zu errichtende Neubauten übertragen. In entsprechender Weise wie in Halle wurde auch für Werther ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem am 4. Oktober 1938 dem Architekten Karl Südmersen aus Werther einstimmig der Auftrag erteilt wurde.

Genossen werden in der Kreissparkasse beraten

Nicht nur der in der Gründungsversammlung festgelegte Zweck „zu bauen und zu siedeln“ wurde 1937, ein Jahr nach der Gründung, durch die Beschaffung und Weitergabe preiswerten und geeigneten Baulands erfüllt. Auch die Zahl der Genossen wuchs bis Ende des Geschäftsjahres von 12 auf 46, deren Anteile zusammen 46.800 Reichsmark betrugen. Weil die KWG noch nicht über eine eigene Geschäftsstelle verfügte, konnten sich die Mitglieder einmal wöchentlich in den Räumen der Kreissparkasse Halle einfinden, um sich beraten zu lassen.

Zur gesamten Chronik der KWG